über anna

Hinter Lefleur steckt eine Geschichte.

Und die beginnt in der Pfalz.

Anna-Maria Löffler

Ausbildung

B.Sc. International Wine Business, Hochschule Geisenheim
Staatlich geprüfte Hotelfachfrau, Zusatzauszeichnung durch die IHK

Zertifizierzungen

Diplomierte Käsesommelière, Schweiz
Schokoladensommelière, aktuell in Ausbildung

Auszeichnungen

Jurorin bei internationalen Wein- und Käseverkostungen
Ehemalige Pfälzische Weinkönigin & Deutsche Weinprinzessin

Warum Wein? Warum Genuss?

Manche kommen durch ihre Familie und Freunde zum Wein. Bei mir war es meine Heimat – die
Pfalz. Weinberge, Weinfeste und die lächelnden Gesichter beim Anstoßen von Weingläsern haben mein Interesse für dieses wundervolle Naturprodukt geweckt, das Menschen verbindet. Mit 16 habe ich mein erstes Praktikum in einem Weingut in der Südpfalz absolviert und angefangen, die ersten Weinbücher zu lesen. Weil ich verstehen wollte, wie aus Trauben ein Getränk wird, das mit solcher Eleganz und Aromenvielfalt seit Jahrtausenden Menschen fasziniert.

Vorstellung der Pfälzischen Weinkönigin 2019/2020 auf dem offiziellen Kanal der Pfalz.

Diese Faszination für das Besondere – für Genuss, Stil und die feinen Dinge des Lebens – hat mich früh geprägt. Nicht weil ich in einer Welt aufgewachsen bin, in der das selbstverständlich war. Sondern gerade weil ich es nicht war. Ich wuchs bei meiner Mama auf, die Vollzeit arbeitete und wir uns große Restaurantbesuche und Luxus nicht leisten konnten. Meistens war ich mittags alleine und habe mich mit Fertiggerichten und Tütensuppen verköstigt.

Aber meine Mama hat früh gemerkt, wie viel Freude es mir machte, Dinge zu probieren und zu beschreiben. Und so haben wir gemeinsam kleine Verkostungen gemacht – mit Honig, Milch und Säften. Immer mit der Frage: Was schmeckt am besten – und ist das teure Produkt wirklich das bessere?

In einer Zeit, in der nicht viel Raum für große Tafeln war, hat sie mir das Wertvollste mitgegeben: die Fähigkeit, im Kleinen das Besondere zu entdecken. Diese Momente haben meine Sinne geschärft, meine Neugier geweckt – und, ohne es damals zu wissen, hat sie den Grundstein für alles gelegt, was danach kam.

Gleichzeitig habe ich früh Filme geliebt, in denen Stil und Haltung gelebt wurden. Sie haben mir
ein Bild gegeben, wie ich als Erwachsene sein möchte. Eloquent, gebildet und wertschätzend. Also habe ich angefangen, genau daran zu arbeiten. Aus eigenem Antrieb habe ich schon als Kind Knigge-Kurse besucht – später dann Business-Etikette-Kurse – und Bücher gewälzt. Nicht weil jemand mich schickte, sondern weil mich diese Welt inspirierte und faszinierte. Und das tut sie bis heute.

Wie ist Lefleur entstanden?

Wer kennt es nicht – der erste Job in der Gastronomie, um sich etwas dazuzuverdienen. Aber schon damals habe ich gemerkt: Dienen macht mich glücklich. Ich liebe es, wenn Menschen glücklicher gehen als sie gekommen sind. Dieses Gefühl ist so bereichernd.

Was daraus geworden ist:

Ausbildung zur Hotelfachfrau

Das Trainee-Programm der BASF für International Hotel Management hat mich überzeugt – auch wenn ich nach dem Abitur nie gedacht hätte, diesen Weg einzuschlagen.S ervicewettbewerbe, Menükunde, Getränkeempfehlungen – und immer mehr die
Faszination für Wein.

Weingut von Winning

Parallel zur Ausbildung habe ich in der Vinothek im Weingut von Winning angefangen, dort schnell auch im Eventbereich unterstützt und ein Praktikum im Keller absolviert. Es hat sich jedes Mal wie Heimkommen angefühlt. Mit Büchern ausgestattet und von den ersten Weinproben und Führungen inspiriert, stand der Entschluss fest: Ich möchte alles über Wein lernen.

B.Sc. International Wine Business, Hochschule Geisenheim

Önologie, Weinchemie, die Weinmärkte der Welt – Geisenheim war die logische nächste Station. Ein englischsprachiges Studium an einer renommierten Weinbauhochschule. Und der Ort, an dem aus Leidenschaft und Neugier Fachwissen wurde.

Amtszeiten als Weinhoheit – parallel zum Studium

Bei unzähligen Kellerführungen wurde ich immer wieder gefragt, ob ich auch Weinkönigin sei – bis ich mich irgendwann tatsächlich zur Wahl der Pfälzischen Weinkönigin beworben habe. Menschen für die Pfalz und den Wein begeistern, Wissen weitertragen, ein einzigartiges Gespür für den Markt entwickeln – so aufregend wie es klang, war es auch. Und im zweiten Jahr dann auch als Weinhoheit für den deutschen Wein unterwegs zu sein, hat meinen Blick noch einmal erweitert. Seitdem bin ich mir ganz sicher: Ich werde nicht müde, über Wein zu reden.

Der Schritt in die Selbstständigkeit

Aus dieser Überzeugung entstand der Wunsch, Genussevents ganz nach meiner eigenen Vorstellung zu gestalten – ohne Abstriche. Zuerst mit maßgeschneiderten Weinproben für Unternehmen, die ihren Kunden und Mitarbeitern besondere Erlebnisse schenken wollten, oder für Unternehmen, die ihre Weine präsentieren möchten. Nach mehreren gelungenen Abenden wuchs der Wunsch, auch selbst Gastgeberin zu sein. Abende mit meiner eigenen Handschrift, verschiedenen Genussthemen und all dem Wissen, das ich über Jahre gesammelt hatte, zu gestalten. Seit 2026 gibt es daher die Lefleur Experiences.

Was mich bis heute antreibt:

✦ Immer weiter lernen

Während des Studiums und parallel zur Selbstständigkeit habe ich das Diplom zur Käsesommelière in der Schweiz absolviert. Rhetorik-Kurse, Weinreisen und der direkte
Austausch mit Erzeugern gehören für mich ebenso dazu, wie das Verkosten selbst. Und aktuell (2026) die Weiterbildung zur Schokoladensommelière – weil Genuss nie aufhört, einen zu überraschen.

✦ Am Puls der Zeit bleiben

Bei Prämierungsverkostungen wie Best of Riesling, Mundus Vini oder der International Cheese Trophy schule ich meinen Gaumen und bleibe nah am Markt. Was gerade gut ist, was kommt, was bewegt – das spürt man nur, wenn man dabei ist.

✦ Immer weiter entdecken

Tee, Kaffee, Spirituosen, Gewürze, Olivenöl: Die Genusswelt ist groß. Und sie begeistert mich in all ihren Facetten.

✦ Immer nah am Gast

Wissen ist das eine. Aber was mich wirklich antreibt, ist der Moment, wenn jemand zum ersten Mal wirklich bewusst genießt – und glücklicher geht als er kam.

Und woher kommt Lefleur?

Alles begann auf einem Schulausflug nach Paris. Ein Barista hat meinen Namen Löffler falsch verstanden – und Lefler daraus gemacht. Meine beste Freundin Tatjana war dabei, und aus Lefler wurde, mit einem Augenzwinkern, Lefleur. Weg vom international unaussprechlichen deutschen Ö – hin zur Anlehnung an die französische Blume, La Fleur.

Tatjana verdanke ich nicht nur den Namen, sondern auch mein ganzes Markendesign. Ein Name, der dank ihr aufblüht.

Was bedeutet das für Sie als Gast?

Genuss ist für mich ein Segen – und ich nehme das nicht als selbstverständlich. Die Möglichkeit, bewusst zu genießen, ist ein Geschenk. Denn bewusstes Genießen ist eine der schönsten Formen, das Leben wirklich zu erleben. Nicht weil es teuer sein muss. Nicht weil man Experte sein muss. Sondern weil es uns erdet, verbindet und an das erinnert, was das Leben wirklich reich macht.

Ich bin überzeugt: Solange wir dieses Geschenk haben, sollten wir es nutzen, feiern und mit
anderen teilen.

„Das Leben ist zu kurz, um es nicht zu genießen.“

Anna Lefleur